Bausparvertrag

Monat für Monat für Ihre Wohlfühloase sparen - mit staatlichen Zuschüssen

Für Sie steht fest: Komme, was wolle, in ein paar Jahren lassen Sie Ihr Mieter-Dasein hinter sich und werden Eigentümer mit viel Platz für sich und Ihre Familie. Damit die Finanzierung Ihres neuen Zuhauses bis dahin gesichert ist, können Sie schon heute einen Bausparvertrag abschließen.

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    Wie funktioniert ein Bausparvertrag?

    Entscheiden Sie sich für das Bausparen, gehören Sie fortan einem Bausparkollektiv an. In diesem spart ein Teil der Bausparer Guthaben an. Aus den eingezahlten Beiträgen ruft der andere Teil wiederum sein Darlehen ab. Die Bausparkassen müssen daher auf ein ausgewogenes Verhältnis von Sparern und Darlehensnehmern achten.

    Abhängig vom Ziel Ihrer Finanzierung eignet sich der Bausparvertrag für verschiedene Wünsche:

    Konkrete Finanzierungsabsichten für den späteren Bau oder Kauf Ihres neuen Zuhauses

    Mittelfristige Finanzierungsabsicht für Modernisierungen oder Renovierungen Ihrer Immobilie

    Langfristige Anlage (etwa für die Kinder) in Kombination mit staatlicher Förderung

    Ihr Projekt Eigenheim lässt sich selten ganz allein mit einem Bausparvertrag stemmen. Dazu ist die Bausparsumme im Vergleich zum benötigten Hauskredit eher zu klein. Bausparen stellt daher vielmehr eine Ergänzung Ihrer Finanzierung dar. Sind Sie bereits eingezogen, können Sie als Bausparer dagegen sicher Kapital für Umbauten, Modernisierungen und Renovierungen aufbauen.

    Der Bausparvertrag setzt sich aus einem Sparvertrag und einem Immobiliendarlehen zusammen. Daraus ergeben sich vier Phasen:

    • Abschluss

    • Ansparphase

    • Zuteilung

    • Darlehensphase

    1. Abschluss: Ihnen stehen rund 20 Bausparkassen mit mehreren Bauspar­tarifen zur Auswahl. Holen Sie sich dabei unbedingt Informationen zu mehreren Tarifen ein. Denn sowohl bei den Guthabenzinsen als auch bei den Darlehenszinsen entscheiden kleinste Unterschiede, ob sich Ihr Bausparvertrag für Sie wirklich auszahlt.

    2. Ansparphase: Beim Vertragsabschluss entscheiden Sie sich für eine Bauspar­summe, die Ihnen insgesamt ausgezahlt werden soll. In der Ansparphase bauen Sie mit monatlichen Raten einen Teil der vereinbarten Summe auf. In der Regel beläuft sich dieses Guthaben dann auf 30 bis 50 Prozent. Dieser Anteil wird mit einem Guthabenzins verzinst. Die Phase ist an eine Mindestlaufzeit gekoppelt, in der Sie nicht auf Ihr Bausparguthaben zurückgreifen können.

    3. Zuteilungsphase: Haben Sie das notwendige Bausparguthaben erreicht, folgt die Zuteilung des Darlehens. Sie können sich nun Ihren Sparanteil zusammen mit dem Baudarlehen auszahlen lassen. Alternativ besteht die Möglichkeit, dass Sie lediglich Ihr aufgebautes Kapital erhalten möchten. Der Bausparvertrag endet dann. Dies ist etwa dann sinnvoll, wenn es den ursprünglichen Zweck Ihrer Bauspar­absichten nicht mehr gibt. Als dritte Option können Sie einfach weiter sparen und das Darlehen später abrufen.

    4. Darlehensphase: Haben Sie das Bauspardarlehen erhalten, beginnen Sie nun den Kredit samt Darlehenszins an die Bausparkasse zurückzuzahlen. Ist dieser vollständig getilgt, endet der Bausparvertrag.

    Welche Bausparsumme ist sinnvoll?

    Welche Bausparsumme sinnvoll ist, hängt von Ihrem Sparziel ab. Soll der Bausparvertrag Ihre Eigenheim­finanzierung unterstützen, muss die Summe so gewählt sein, dass Sie innerhalb der Sparphase das Mindestguthaben erreichen. Generell gilt: Da sich die Abschluss­gebühren an der Summe orientieren, sollte der Betrag nicht zu hoch angesetzt sein.

    Ab wann ist ein Bauspar­vertrag zuteilungsreif?

    Damit ein Bausparvertrag zuteilungsreif ist, müssen Sie die Mindestlaufzeit und das Mindestsparguthaben erreicht haben. Beides haben Sie im Vorfeld vertraglich geregelt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Sie sich Ihren Bausparvertrag nicht jederzeit auszahlen lassen können. Planen Sie daher genau, wann Sie das Geld aus dem Vertrag brauchen.

    Wichtig ist die sogenannte Zielbewertungs­zahl beziehungsweise Mindestbewertungs­zahl. Sie errechnet sich aus dem angesparten Bausparguthaben sowie der Dauer im Verhältnis zur Bausparsumme. Diese Kennzahl wird mit der Sparleistung anderer Bausparer aus dem Kollektiv verglichen. Je höher Ihre Bewertungszahl ist, umso eher erreichen Sie die Zuteilungsperiode.

    Haben Sie zum Bewertungsstichtag einer Zuteilungsperiode die Zielbewertungszahl erreicht, erfolgt die Auszahlung. Sie erhalten nun das Zuteilungsschreiben Ihrer Bank und antworten darauf, ob Sie die Zuteilung annehmen oder nicht.

    Achtung: Die Anbieter unterscheiden sich in der Höhe der Bewertungszahl. Lassen Sie sich beim Vergleich mehrere Tarife genau aufzeigen, welche Kennzahl gilt und wie hoch das Mindestsparguthaben sein muss.

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    Arrivato-Tipp

    Die Bausparkassen bieten mittlerweile Bausparsofortfinanzierungen an (auch Kombidarlehen oder Konstantdarlehen genannt). Hierbei wird ein Bausparvertrag mit einem endfälligen Darlehen kombiniert. Sie erhalten Ihre Immobilienfinanzierung sofort über das endfällige Darlehen und zahlen bei diesem lediglich die Zinsen. Den Kredit selbst tilgen Sie nach Ende der Laufzeit auf einen Schlag mit der Auszahlung Ihres Bausparvertrags, den Sie in der Zwischenzeit bespart haben.

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    Worauf müssen Sie beim Bausparvertrag achten?

    • 1. Zweck des Bauspardarlehens: Während Sie Ihr angespartes Bausparguthaben frei verwenden können, ist das Bauspardarlehen an sogenannte wohnwirtschaftliche Zwecke gebunden. Dies regelt das Gesetz über Bausparkassen. Dazu zählen alle Ausgaben, die mit dem Bauen, dem Kaufen, der Renovierung oder der Modernisierung einer Wohnimmobilie zu tun haben.

    • 2. Abschlussgebühr: Ihr Bausparkonto wird zunächst mit den Kosten für den Vertragsabschluss belastet. Das bedeutet, in den ersten Monaten sparen Sie noch nichts an, sondern zahlen erst diese Kosten ab. Diese Zeitspanne sollte in Ihrer Planung berücksichtigt werden, wenn Sie das Darlehen zu einem gewissen Zeitpunkt brauchen.

    • 3. Regelsparbeitrag: Dieser liegt in der Regel bei drei bis fünf Prozent der Bausparsumme. Zahlen Sie mit Ihrer Sparrate mehr ein, kann die Bausparkasse Ihr Geld ablehnen. Denn tariflich ist geregelt, dass Sonderzahlungen nur mit ihrer Zustimmung möglich sind. Umgekehrt gilt: Ist Ihre Rate geringer als der Regelsparbeitrag, kann Sie der Anbieter im Ernstfall kündigen.

    Für wen und ab wann lohnt sich ein Bauspar­vertrag?

    Sind Sie bereits Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung, wissen Sie, dass die Arbeit an Ihren vier Wänden nie aufhört. Um Geld für zukünftige Modernisierungen parat zu haben, bietet sich ein Bauspar­vertrag an. Mit ihm sichern Sie sich nicht nur den aktuellen Zinssatz. Dies ist insbesondere dann wertvoll, wenn mit steigenden Zinsen zu rechnen ist. Sie haben zudem die Möglichkeit, einen vergleichsweise kleinen Kredit aufzunehmen. Bei klassischen Hausfinanzierungen beginnen die Darlehen in der Regel erst ab einer Höhe von 50.000 Euro.

    Sehen Sie sich erst in ein paar Jahren in Ihrem Eigenheim auf der Couch sitzen, können Sie mit einem Bausparvertrag ebenfalls mit niedrigen Zinsen auf lange Sicht planen. In beiden Fällen profitieren Sie zudem von den staatlichen Förderungen.

    Diesen Vorteilen stehen jedoch einige Nachteile gegenüber. Lassen Sie sich aus diesem Grund gut beraten, wie Sie Ihre Baufinanzierung am besten und sichersten stemmen können. Dies kann eine Kombination mehrerer Finanzierungs­optionen sein – oder lediglich ein klassisches Annuitätendarlehen.

    Nachteile

    Aus Geldanlage-Sicht lohnt sich das Bausparen längst nicht mehr. Zum Teil bieten selbst Tagesgeldkonten bessere Guthabenzinsen als Bausparverträge. Erwarten Sie daher nicht, auf ihre Sparraten einen sonderlich guten Zins zu bekommen.

    Wann Sie das Bauspardarlehen abrufen können, hängt von Ihrer Bewertungszahl ab. Daher bleibt eine gewisse Unsicherheit mit Blick auf den Zeitpunkt der Auszahlung.

    Wollen Sie schon im nächsten Jahr Ihrer Familie ein perfektes Dach über dem Kopf ermöglichen, eignen sich Bausparverträge aufgrund der langen Ansparzeit nicht für die Finanzierung. Bei den alternativen Kombikrediten müssen Sie unbedingt den Gesamteffektivzins für beide Verträge im Blick haben.

    Welche Kosten fallen beim Bausparvertrag an?

    Sie müssen mit Abschlusskosten (um die ein Prozent der Bausparsumme) sowie Kontogebühren (bis zu 20 Euro im Jahr) rechnen. In der Höhe unterscheiden sich die Bausparkassen. Auch aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich bei mehrere Anbietern nach deren Konditionen zu erkundigen.

    Bausparvertrag: Welche Förderung gibt es wann?

    Beim Bausparen können Sie von einer Reihe unterschiedlicher Förderungen profitieren und diese sogar kombinieren. Sie sind allerdings teils daran geknüpft, für welchen Zweck Sie den Bausparvertrag abschließen.

    Anspruch auf die Prämie haben nur Personen, deren zu versteuerndes Einkommen nicht mehr als 35.000 Euro (Ehepaare: 70.000 Euro) beträgt. Der Staat bezuschusst 10 Prozent der innerhalb eines Jahres getätigten Einzahlungen – allerdings nur bis zu einer Höhe von 700 Euro (Ehepaare: 1.400 Euro). Die Wohnungsbau­prämie liegt somit bei maximal 70 Euro (140 Euro) im Jahr. (Stand 2021)

    Wichtig: Sie müssen Ihr Bausparguthaben wohnwirtschaftlich nutzen. Falls Sie sich mit Ihrem Bausparvertrag ein neues Auto finanzieren, müssen Sie die Prämie zurückzahlen. Eine Ausnahme bilden Bausparer, die bei Abschluss jünger als 25 Jahre sind. Sie können das Geld nach sieben Jahren frei verwenden.

    Vom Arbeitgeber können Sie einen Zuschuss von bis zu 40 Euro monatlich erhalten, der direkt in Ihren Bausparvertrag fließt. Vermögenswirksame Leistungen werden für einen Zeitraum von sieben Jahren gezahlt. Danach können Sie einen neuen Vertrag benennen, der mit den Leistungen bezuschusst wird.

    Nutzen Sie die vermögenswirksamen Leistungen fürs Bausparen, können Sie zudem die Sparzulage für Arbeitnehmer nutzen – solange Ihr zu versteuerndes Einkommen unter 17.900 Euro (Paare: 35.800 Euro) liegt. Die Zulage beträgt neun Prozent der Einzahlungen (von Ihnen und Ihrem Arbeitgeber) bis höchstens 470 Euro (Paare: 940 Euro) im Jahr. Maximal können Sie also 43 Euro (86 Euro) zusätzlich vom Staat kassieren. Die Sparzulage müssen Sie mit Ihrer jährlichen Steuererklärung beantragen. Sie erhalten sie nach sieben Jahren ausgezahlt oder wenn Ihr Bausparvertrag zugeteilt wird.

    Wenn Sie sich sicher sind, dass Ihr Bauspar­vertrag auf jeden Fall für den Bau oder Kauf Ihres Wohneigentums genutzt wird, können Sie diesen als Riester-Bausparvertrag abschließen. Dabei erhalten Sie jährlich eine Grundzulage von 175 Euro sowie weitere 300 Euro für jedes Ihrer Kinder. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen erfahren Sie auf unserer Themenseite zum „Wohn-Riester“.

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    Was ist Arrivato?

    Arrivato ist Italienisch für „angekommen“ – Jenes Gefühl, das Sie haben werden, wenn Sie in Ihr Eigenheim einziehen. Wir kümmern uns um Sie und Ihre Fragen. Egal ob Immobilienanschaffung, Baufinanzierung oder Hausratversicherung – wir helfen Ihnen, das perfekte Zuhause zu schaffen. Dazu betrachten wir Ihre Bedürfnisse und Wünsche, Probleme und individuelle Lebenssituation und finden die für Sie beste Option. Unsere evaluierten und zertifizierten Berater informieren Sie kostenlos, unabhängig und online.